Stärke antrinken

Hier in Franken feiert man heute das Stärk‘ antrinken. An dem Tag – manchmal wird auch der 5. sogar mitgenommen – (bet)trinkt sich die Gesellschaft um für das kommende Jahr gestärkt zu werden.

Was wird mit Stärk antrinken gemeint?

Stärk antrinken bezeichnet sozusagen den Brauch, am (5. und) 6. Januar Bier zu trinken um für das kommende Jahr gewappnet zu sein. Dabei bedeutet die Stärke nicht nur die körperliche Kraft sondern auch Gesundheit und alles was sonst noch dazu gehört. Als Getränk wird natürlich Bier getrunken bzw. sonst stärkeres, malzigeres Bier, da es nahrhafter ist. Als Menge galt, für jeden Monat ein Bier. Klingt natürlich viel, bedenkt man allerdings dass man am besagten Tag früh anfängt sind 12 Seidla schaffbar.

Woher kommt der Brauch?

Im Internet lassen sich da sehr viele Antworten finden und es lässt sich vom Ursprung auch nicht wirklich rekonstruieren, da keine schriftliche Überlieferung vorhanden ist. Vermutet wird, dass es aus der vorchristlichen Zeit, also dem keltischen entstammt.

Eine wichtige Zeit der Kelten waren dabei die Rauhnächte, die auf 12, manchmal auch 13 Tage andauern. Auch hier weißt das Internet viele verschieden Informationen zu den Tagen, ein großer Teil geht dabei vom Beginn mit dem 25. Dezember bis 6. Januar aus, manche zählen die Thomasnacht (21. Dezember) als erste Rauhnacht hinzu. Beispielhaft beginnt in manchen Regionen (bspw. Westfriesland) ein 12 tätiges Glockengeläut, um die Geister zu vertreiben. Jede Nacht hatte dabei seine Bedeutung und stand für einen Monat. Somit stand die erste Nacht für Januar, die letzte für Dezember.

Mit Beginn des 6. Januars und damit des Neujahrs (vor 1691) wurde Stärke angetrunken, um sich für das neue Jahr zu wappnen.

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