Hotpot!

Viele unter uns assoziieren mit chinesischem Essen Ente süß sauer, Frühlingsrollen oder denken sogar an andere verrückte Sachen (Hund?). Deshalb möchte ich ein paar chinesische Gerichte vorstellen, welche geschmacklich faszinierend sind und dem normalen bayrischen bzw. deutschen Bürger den Horizont erweitert. Anfangen möchte ich hiermit mit chinesischem Hotpot.

Grundsätzlich sei gesagt, dass keine Grenzen gesetzt sind, was in einem Hotpot rein kann. Das hier ist ein Auszug was wir so manchmal drin haben.

Für den Hotpot ist eine Kochplatte empfehlenswert, die man auf den Tisch stellen kann, sodass der Wok/Topf stetig kochen kann und man so dauerhaft die Zutaten in den Topf geben kann. Wir besitzen hierfür eine Induktionskochplatte für ca. 30 Euro (genügt vollkommen).


Kochutensilien:

Zum Kochen

  • Wok oder hoher Topf
  • Topf für Reis oder Reiskocher
  • Wenn vorhanden: Kochplatte

Zum Essen

  • Schale (bspw. Müslischale)
  • evtl. einen zusätzlichen Teller

Zutaten

Hotpot Soße:

  • Knoblauch (4 Knoblauchzehen)
  • Frühlingszwiebeln (2-3)
  • Ingwer (1 daumengroßes Stück)
  • Hotpot Soße
    • Möglichkeit #1: 火锅底料 (Huo Guo Di Liao) im Asialaden kaufen (schmeckt mir besser)
      • Im Asialaden gibt es scharfe aber auch nicht scharfe Soßen. Mir persönlich schmecken die scharfen Soßen am besten.
    • Möglichkeit #2: Chili zerhacken (1 EL) + Gemüsebrühe + Sichuan Pfeffer (1 TL)
  • Wasser
  • Öl

Zutaten für den Hotpot:

Mengenangaben bleiben offen, da je nach Vorliebe die Mengen variieren.

Fleisch:

  • Rindfleisch hauchdünn geschnitten:
    • Möglichkeit #1: 牛肉卷 (niu rou juan) im Asialaden kaufen (meist 400g Packungen).
    • Möglichkeit #2: Beim Metzger hauchdünn schneiden lassen
    • Möglichkeit #3: Selber schneiden (Fleisch tiefgefrieren, dann über Allesschneider hauchdünn schneiden)
Schnellste und einfachste Variante ist #1. #2 funktioniert nicht bei jedem Metzger, da die scheiben sehr dünn geschnitten werden müssen. #3 funktioniert gut, wenn das Fleisch tiefgefroren ist. Es empfiehlt sich jede Sorte von Fleischstück.
  • Lammfleisch hauchdünn geschnitten: (analog zu Rindfleisch)

Fisch:

  • Fischbällchen
  • Surimi

Gemüse:

  • Pilze, in Scheiben geschnitten
  • Rettich, in Scheiben geschnitten
  • Tofu, in Scheiben geschnitten (frisher Tofu empfehlenswert)
  • Karotten, in Scheiben geschnitten
  • Kartoffeln + Süßkartoffeln, in Scheiben geschnitten
  • Salat, nicht geschnitten (Salatherzen, Pak Choi, Chinakohl empfehlenswert)
  • Soja/Tofustangen (腐竹, Fu Zhu)

Sonstiges:

  • Glasnudeln
  • Shirataki Nudeln

Beilagen (kommt nicht in den Topf)

  • Reis
  • Reisessig

Zubereitung

Hotpot Soße

Knoblauchzehen, Ingwer und Frühlingszwiebeln schneiden. Es muss nicht ganz klein oder in Würfel geschnitten werden. Meine Freundin schneidet Knoblauchzehen in die Hälfte, Ingwer in Viertel und Frühlingszwiebel so, dass sie nicht zu groß sind.

Einen Wok/Topf nehmen, etwas Öl und die geschnittenen Sachen in den Wok geben und etwas anbraten. Dann die Hotpot Soße hinzugeben und nochmals kurz braten und umrühren.

Nachdem alles drin ist, warmes, bzw. heißes Wasser hinzugeben sodass der Topf, bzw.  der Wok gut gefüllt ist. Soße ist fertig!

Hotpot Zutaten

Beim Hotpot werden nicht alle Zutaten in den Topf gegeben, sondern werden nach und nach rein getan. Wird Fleisch in den Topf gegeben, warte ich meistens mit dem entnehmen des Essens bis das Fleisch durch ist. Da das Fleisch sehr dünn geschnitten ist, geht das aber auch ratzfatz.


Wie isst man Hotpot?

Je nachdem. Grundsätzlich wird mit Stäbchen und einer Schale gegessen. Natürlich ist eine Gabel auch in Ordnung. Allerdings verwende ich gerne meine eigene Variante mit extra Teller. Das sieht dann so aus:

  • In die Müslischale wird der Reisessig gegeben. Dieser ist zum „dippen“ gedacht (ich tränke mein Essen immer damit). Der Reisessig lässt sich natürlich auch ersetzen oder modifizieren, kann aber auch weggelassen werden.
  • Auf dem Teller platziere ich meinen Reis. Mit diesem Teller lege ich das Essen, welches ich aus dem Topf genommen habe, ab. So habe ich sozusagen einen Vorrat, sollte neues Essen in den Topf kommen. Man vermeidet warten und stetiges Topf „kramen“.
  • Der Topf bleibt im besten Falle immer heiß, sodass die frischen Zutaten stetig neu hinzugegeben und gekocht werden können.

Zusätzlich habe ich hier ein paar Bilder für euch, damit vielleicht Hotpot etwas verständlicher wird. Außerdem ein Bild wie es in einem Restaurant aussieht 😉 Viel spaß beim nachmachen.

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